Erbrecht

Allein innerhalb der nächsten 10 Jahre wird in Deutschland ein Billionenvermögen vererbt. Gleichwohl  haben in Deutschland weniger als 30 % der Bevölkerung ein Testament aufgesetzt. Entgegen dem in unserer Bevölkerung verbreiteten Irrglauben müssen Testamente, um wirksam zu sein, nicht von einem Notar gefertigt werden. So bestimmt § 2247 Abs. 1 BGB, dass ein Testament durch eine eigenhändig geschriebene und unterschriebene Erklärung errichtet werden kann.

Ich werde, falls Sie es wünschen, ein Testament für Sie entwerfen. Den Entwurf werde ich an Sie weiterleiten. Sie müssen dann den Testamentsentwurf eigenhändig zu Papier bringen und das Testament eigenhändig unterschreiben.

Bevor Sie einen ersten Besprechungstermin mit mir vereinbaren, empfehle ich Ihnen, das von mir entworfene Formular auszufüllen und an mich zu übersenden. Das Formular können Sie hier herunterladen. Ich werde dann in der Lage sein, Ihren letzten Willen für Sie in Worte zu fassen. 

Sind Sie enterbt worden und gegenüber dem oder den Erben pflichtteilsberechtigt? Zu diesen Pflichtteilsberechtigten gehören die Abkömmlinge des Erblassers, also seine Kinder, und, falls diese vor dem Erblasser versterben, die Kinder der Kinder, also die Enkel.

Zu den Pflichtteilsberechtigten gehören auch die Eltern des Verstorbenen für den Fall, dass keine Abkömmlinge vorhanden sind, und der Ehegatte des Verstorbenen. 

Gehören Sie zu diesem Personenkreis?

Ich helfe Ihnen unter anderem 

  • Ihre Pflichtteilsansprüche durchzusetzen
  • Pflichtteilsansprüche abzuwehren

Ferner berate ich Sie über sämtliche pflichtteilsrelevante Themen, z.B.

  • wie kann ich Pflichtteilsansprüche vermeiden?
  • wie kann ich Pflichtteilsansprüche vermindern?

Sind Sie Erbe geworden und wissen nicht, welche Schritte Sie nun einleiten müssen?

Ich stehe Ihnen als Ihr Anwalt zur Seite:

  • bei der Geltendmachung erbrechtlicher Ansprüche
  • bei der Abwehr von Ansprüchen gegen den Erben und gegen den Nachlass
  • bei Konflikten mit anderen Erben
  • bei der Erbauseinandersetzung
  • im Erbscheinsverfahren
  • im Grundbuchberichtigungsverfahren
  • im Nachlassinsolvenzverfahren etc.
  • Regulierung von Nachlässen mit Bezug zu Spanien oder Frankreich

Haben Sie eine Erbschaft angenommen und melden sich jetzt Gläubiger des Verstorbenen bei Ihnen? Stellen diese Forderungen, die Ihnen bisher nicht bekannt waren?

Für den Fall, dass der Nachlass nicht ausreicht, um diese Forderungen zu erfüllen, zeige ich Ihnen Wege auf, sich aus der Schuldenfalle zu befreien. 

Haben Sie ein Testament errichtet? Möchten Sie dieses Testament abändern? Haben Sie vor, das Testament zu widerrufen?

Falls Sie ein Einzeltestament errichtet haben, ist dies einfach. Sie müssen einfach ein neues Testament errichten und möglichst genau datieren. Das nachweislich später errichtete Testament hebt das ältere Testament grundsätzlich auf. Wenn Sie jedoch mit Ihrem Ehegatten zusammen ein Testament errichtet oder aber einen Erbvertrag mit Ihrem Ehegatten oder anderen Familienangehörigen geschlossen haben, dann müssen Sie, um sich von Ihrer Verpflichtung zu befreien, juristisch anspruchsvolle Maßnahmen ergreifen. Ich helfe Ihnen dabei, eine ungewünschte Erbfolge zu beseitigen.

Haben Sie in Spanien oder in Frankreich geerbt? Kennen Sie weder das Erbrecht dort noch sprechen Sie die Landessprache?

Ich kümmere mich für Sie um die Nachlassabwicklung, ggf. auch vor Ort. 

Haben Sie ein handschriftliches Testament gefunden und wissen Sie nicht, was weiter zu tun ist?

Das Testament muss beim Nachlassgericht abgegeben werden. Dies kann auch ich für Sie veranlassen. Ich begleite Sie zum Nachlassgericht und führe ggf. mit Ihnen die notwendigen Gespräche mit Rechtspflegern und Richtern. 


Presse

Focus | Ausgabe 34/2009

Erben Sie richtig!

100 wichtige Urteile!
Können Eltern dem Sohn wegen „ehrlosen Lebenswandels“ den Pflichtteil entziehen?

Die Mutter verstarb 1992, der Vater 2002. Sie hinterließen zwei Kinder, von denen die Tochter Alleinerbin wurde. Den Sohn hatte der Vater enterbt und ihm wegen „ehrlosen Lebenswandels“ auch den Pflichtteil entzogen. Dies war laut Gericht nicht rechtens. Die angeblichen oder tatsächlichen Verfehlungen – etwa die Veruntreuung von 13500 Euro aus dem väterlichen Vermögen – reichen für eine Vorenthaltung nicht aus. Mit der Reform des Erbrechts treten ab 1. Januar 2010 neue Kriterien für die Entziehung des Pflichtteils in Kraft (siehe S. 41). OLG Hamm; 22.2.2007; Az. 10 U 111/06

Quelle: FOCUS 2009/34